Adventskaffee in Krummsee

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Ergänzende Informationen zur Tafel 7

Fakten, Fakten, Fakten...

Unsere Welt ist voller Insekten – ihre bunten Farben und die vielen verschiedenen Formen laden uns Menschen immer wieder zum Staunen ein. Obwohl die Kleinen unterschiedlicher nicht aussehen könnten, haben sie unglaublich viele Gemeinsamkeiten.

Bienenwolf-Goldwespe - Foto: Frank Aeckersberg/www.naturgucker.de

Ob eine Million oder sogar bis zu 80 Millionen – die Anzahl der Insektenarten auf der Erde ist enorm. In Deutschland geht man von 33.000 Insekten aus. Keine andere Tierklasse hat solch eine beeindruckende Artenvielfalt entwickelt. Fast alle Insekten können fliegen. Sie haben die Luft, den Boden, das Wasser, die Pflanzen und andere Tiere als ihren Lebensraum erobert. Sie kommen in allen Biotopen vor – außer auf dem offenen Meer und an den Polargebieten. Und obwohl Insekten in ihrem Aussehen extrem unterschiedlich sind, haben sie alle den gleichen „Bodymaß-Index“ –

Was macht ein Insekt zum Insekt?

Bienenwolf auf Ackerkratzdistel - Foto: Helge May

Körper: Klassischer Dreiteiler

Der Insektenkörper besteht immer aus drei Teilen: Kopf (Caput), Brust (Thorax) und Hinterleib (Abdomen). Alle Insekten haben sechs Beine. Die drei Beinpaare und die Flügel sitzen an den Segmenten der Brust. Die wichtigen Organe für die Verdauung und die Geschlechtsorgane der Insekten befinden sich im Hinterleib. Insekten haben kein Skelett, wie der Mensch. Ihr Körper wird von einer dünnen Chitin-Schicht geschützt. Diese spezielle Schutzhülle wird Außenskelett (Exoskelett) genannt. Chitin bedeutet Hülle oder Panzer. Die hornige Substanz schützt die kleinen Tiere vor Nässe und macht den Insektenkörper gleichzeitig sehr stabil und auch biegsam. Die Atmung der Insekten funktioniert über ein verzweigtes Röhrensystem (Tracheen), das den ganzen Körper durchzieht. Insekten besitzen ein einfaches Nervensystem und ein offenes Blutgefäßsystem. Das heißt, die inneren Organe liegen im Körperinneren und sind von Blut umspült.

Kopf: Supersinne und Werkzeugkasten

Am Kopf befinden sich die Sinnesorgane wie Augen und Fühler. Die Augen der Insekten bestehen aus tausenden Einzelaugen. Man nennt sie deshalb Facetten- oder Komplexaugen. Ebenso sind hier die Mundwerkzeuge. Diese können je nach Art und Nahrungspezialisierung variieren. Schmetterlinge haben lange ausrollbare Rüssel, um flüssige Nahrung von Fruchtsaft bis hin zu Mineralien aus Pfützenwasser aufzunehmen. Käfer und Wanzen haben kurze scharfe Kerfen, um in Schalen oder andere Tiere zu stechen und diese auszusaugen.

Entwicklung: Kleine Künstler unter sich

Insekten sind die Verwandlungskünstler schlechthin. Man unterscheidet Insekten mit einer unvollkommen oder einer vollkommenen Verwandlung (Metamorphose). Wanzen, Libellen und Heuschrecken schlüpfen aus dem Ei und sehen schon fast aus wie die späteren Erwachsenen. Mit jeder Häutung ähnelt ihr Aussehen mehr dem fertigentwickelten Tier. Diese Schritt-für-Schritt-Verwandlung nennt sich unvollkommene Metamorphose. Heuschrecken und Wanzen gehören beispielsweise zu diesen Tieren. Wie oft und wie lange so ein Larvenstadium anhält, hängt unter anderem von der Temperatur und dem Nahrungsangebot ab.

Puppen des Schildlaus-Marienkäfers (= Nierenfleckiger Kugelmarienkäfer) auf einer Pfaffenhütchenfrucht - Foto: Helge May

Eine vollständige Metamorphose bedeutet, dass sich das Tier komplett verwandelt. Schmetterlinge und Käfer durchlaufen die verschiedenen Lebensphasen Ei – Raupe – Puppe – Schmetterling oder Ei – Engerling – Puppe – Käfer. Die Larven (Maden, Raupen oder Engerlinge) sehen ganz anders aus als die adulten Tiere. Außerdem haben sie teilweise völlig andere Lebensweisen, kommen in anderen Lebensräumen vor und bevorzugen andere Futterquellen. Erst im Puppenstadium verwandelt sich das Insekt und schlüpft mit einem völlig anderen Aussehen aus seiner Puppe. Fliegen, Bienen, Schmetterlinge und Käfer durchlaufen diesen Entwicklungszyklus.

Aurorafalterraupe frisst an Knoblauchsrauke - Foto: Helge May

Ernährung: Speiseplan der Krabbler

Auf dem Speiseplan von Insekten stehen pflanzliche und tierische Nahrungsmittel. Aber es existieren auch Allesfressern wie die Ohrwürmer. Häufig ernähren sich Insekten jedoch nur von Pflanzen oder nur von Fleisch. Bei den Pflanzenfressern gehören auch Holz, Mist und Dung zur Ernährung der Tiere. Insekten sind in der Lage auch aus diesen verwertbare Nährstoffe für ihre Entwicklung zu ziehen. Unter den Fleischfressern gibt es Räuber, Parasiten und Aasfresser. Je nach Entwicklungsphase können Insekten ihren Ernährungstyp auch wechseln. Von Spezialisten, die nur eine ganz bestimmte Pflanze nutzen gibt es auch die Allrounder und Generalisten, die ihre Ernährung flexibel gestalten.

Quelle: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/insekten-und-spinnen/info/24171.html