Bilder zum Kicker-Event und zum 1. Arbeitstreff

Infos

Gewässer

Ein Dorf und seine Gewässer, Ergänzung zu Tafel 12

Der Krummensee (heute Krummsee)

Ein Steilhang von 38 m Höhe fällt vom Hotel Bruhnskoppel jäh zum See hinab, der bohnenförmig gekrümmt ist und aufgrund dieser krummen Form sich selbst und dem anliegenden Dörfchen den Namen Krummensee bzw. Krummsee gegeben hat. Was ihn vor allen Seen der Holsteinischen Schweiz auszeichnet ist seine Höhenlage von 45,3 m. Die Krummseer Aue, die den Krummen- wie auch den Peverling- und Ihlsee entwässert, hat in ihrem kurzen Lauf das b-trächtliche Gefälle von 21 m. Zahlreiche Baumgruppen am Ufer des Krummensees sind infolge der Brennstoffnot nach dem 2. Weltkrieg der Axt zum Opfer gefallen. Der See ist bis zu 11,5 m tief, 12 ha groß mit einer maximalen Länge von ca. 700 m, einer maximalen Breite von ca. 250 m und sehr fischreich. Einer Anekdote zufolge soll früher einer der Bauern, der ein leiden-schaftlicher Jäger war, hier am Ufer seine Jagdflinte auch auf die Fische des Sees, im Frühling vor allem auf den laichreichen Hecht, mit Erfolg gerichtet haben.

Das Wasser des Sees ist meist in sehr guter Qualität und eine kleine Waldbadestelle am See lädt im Sommer zum Schwimmen ein. Eine kleine Hütte und einige Boote werden vom Neustädter Anglerverein unterhalten, der die Fischereirechte des Sees gepachtet hat und ihn als Vereinsgewässer nutzt.

Badestelle Krummsee

Der Peverling- und Ihlsee

Es sind zwei mitten in der Feldmark gelegene kleine rundliche Seen von gleicher Größe (2 ha). Während der Ihlsee seinen angrenzenden Buchen-wald in der Notzeit hergeben musste, erfreut sich der Peverlingsee noch seines Hängebargshorsts (heute Klinikpark). Der Ihlsee, wie auch seine Namensvettern im Lande, führt seinen Namen nach den Ihlen, d. h. Blut-egeln.

Der Kellersee

Auf weiter Fläche stößt die Krummseer Feldmark an den größten und wohl schönsten See des Eutiner Umlandes, den 560 ha großen Kellersee.
Der ungleichmäßiggeformte See hat dank einer Länge von ungefähr 3,2 km und einer Breite von 3,7 km eine Wasseroberfläche von 555 ha, eine Tiefe von bis zu 25,8 m, wobei der Durchschnitt bei 11,7 m liegt, und eine Höhe über dem Meeresspiegel von etwa 24 m.

Der Natursee liegt inmitten der Holsteinischen Schweiz, die durch eine hügelige Moränenlandschaft geprägt ist. Er liegt zwischen den Gemeinden Eutin und Malente, wobei zur Malenter Gemeinde im Osten, wo die Schwentine weiterfließt, noch die Ortschaft Krummsee im Norden des Gewässers gehört, während auf der Eutiner Seite der Stadtteil Fissau im Süden, wo der Zufluss liegt, und das Dorf Sielbeck im Westen an den See grenzen.

Die Ufer wird von einem Rundweg mit einer Länge von ca. 16 km umfasst, wobei er nicht durchgehend am See entlangführt, sondern z. B. auch durch den durch Laubbäumen dominierten Mischwald, der direkt an das Ufer anschließt. Eine Bebauung ist lediglich an den vier Orten, die direkt am See liegen, vorhanden, wobei diese häufig aus großzügigen Seegrundstücken mit Einfamilienhäusern besteht. Badestellen gibt es u. a. in Malente Wöbbensredder, am Campingplatz in Fissau sowie in Sielbeck mit dem abgelegenden "Hamburger Strand".

Lange Jahrzehnte galt er, neben dem Ukleisee, als die Perle des Landes. Somit ist es zu erklären, dass hier schon 1882 eine Schifffahrt durch den Kaufmann Johannes Janus aus Eutin begründet wurde. Einer der Anlegeplätze für die Vergnügungsdampfer war Krummsee (Bruhnskoppel). Doch gleich nach dem Bau des Hotels "Holsteinische Schweiz" ließ Janus den Namen Krummsee fallen und ersetzte ihn durch den hochklingenden Namen des Hotels, das bald der ganzen Gegend den Namen geben sollte.

Ausblick auf den Kellersee

Wussten Sie, dass Sie sich ganz in der Nähe einer historischen Quelle befinden?

Hinter dem Baum der Quellengeist (Aufnahme 2001)

Die Bischofsquelle

Den Namen hat sie im 18. Jahrhundert bekommen, weil der Bischof von Eutin sich das Wasser von hier hat täglich bringen lassen. An einer verlassenen Kiesgrube durch den Eingang eines uralten Waldes hindurch, dem "Pötterholt", befindet sich die Attraktion des Waldes. Es ist der "verwunschene Born", wie Wolfgang Cassel 1983 schreibt.

"Der schon seit Jahr-hunderten von Feldsteinen umgebene Born versiegt nicht im trockensten Sommer und erstarrt nicht im kältesten Winter. Das mineralreiche Wasser der Quelle kommt aus Tiefen, zu denen die jahreszeitlichen Temperaturschwankungen nicht reichen". Besonders die Damen, die auf eine chemie-freie Kosmetik Wert legen, sollten sich hier regelmäßig das Wasser holen. Heißt es doch "Wer aus der Bischofsquelle trinkt, behält eine faltenfreie Haut".

Quelle: 3 Kneippverein Holsteinische Schweiz E. V. Broschüre "50 Jahre Kneippheilbad Bad Malente-Gremsmühlen", Seite 16

Seen der Holsteinischen Schweiz

https://www.allerleischweiz.de/schweizen-in-deutschland/2-mv-mecklenb-vorpom-sh-schleswig-holstein/

Ergänzende Informationen zu den Gewässern in O-H (Tafeln 09, 10, 12, 22)

Wie viele Seen gibt es in Schleswig-Holstein?

In Schleswig-Holstein gibt es viele Seen. Vor allem im Osten des Bundeslandes, im Hügelland, liegen viele Seen. Dazu gehören der Ratzeburger See und der Schaalsee, die wiederum zu den Lauenburgischen Seen gehören. Viele Seen liegen auch in der Holsteinischen Schweiz etwas weiter nördlich. Zu ihnen gehören der Große Plöner See, der Dieksee und der Kellersee. Insgesamt gibt es rund 300 natürlich entstandene Seen in Schleswig-Holstein. Sie sind der Lebensraum vieler Tiere und Pflanzen, aber auch Anziehungspunkt für Touristen sowie Wasserspeicher. Angler freuen sich über Fischereigebiete, Badegäste auf eine Erfrischung an warmen Sommertagen.

Wie entstanden die Seen in Schleswig-Holstein?

Viele der Seen entstanden in der letzten Eiszeit bzw. wenn man es genauer nimmt, in der letzten Kaltzeit, der Weichsel-Kaltzeit, das heißt vor 115.000 bis vor 11.600 Jahren. Es wurde deutlich kälter und die Gletscher drangen bis nach Norddeutschland vor. Mit dem Vorstoßen des Eises hinterließen die Gletscher Geröll, die Moränen, die die Hügel formten. Zugleich formten sie so aber auch Becken, die sich mit Wasser füllten und so zu Seen wurden. Die End- und Seitenmoränen bilden dann einen Damm und am Ende des Gletschers bildet sich der See.

Welcher ist der größte See in Schleswig-Holstein?

Der größte See Schleswig-Holsteins ist der Große Plöner See. Er misst 28 Quadratkilometer. Damit ist er auch der zehntgrößte See Deutschlands. An seiner tiefsten Stelle ist er 56 Meter tief. Er ist ein typischer Gletscherendsee. Die Stadt Plön liegt an seinem nördlichen Ufer. Der Plöner See liegt im Naturpark Holsteinische Schweiz. Er wird von der Schwentine durchflossen, die zuvor schon durch den Großen Eutiner See, Kellersee, Dieksee, Langensee, Behlersee und Höftsee geflossen ist. Nach dem Großen Plöner See kommt sie auch noch durch mehrere weitere Seen. Hier verkehren auch Ausflugsschiffe, die zum Beispiel eine 5-Seen-Fahrt anbieten.

Welche großen Seen gibt es noch?

Der zweitgrößte See ist der Selenter See. Auch er ist ein Gletscherendsee. Er hat eine Fläche von 21,37 Quadratkilometern. Die tiefste Stelle misst 35,8 Meter, im Durchschnitt ist er 13,7 Meter tief. Der Selenter See ist ein Still- oder Standgewässer. Das bedeutet, das es keine oder kaum Fließgeschwindigkeit gibt.

Der drittgrößte See ist der Große Ratzeburger See. Er liegt im Naturpark Lauenburgische Seen und ist ebenfalls ein Gletscherendsee. Die Stadt Ratzeburg liegt an ihm und an dem Küchensee. Seine Fläche beträgt 12,6 Quadratkilometer.

Welche Flüsse gibt es in Schleswig-Holstein?

Schleswig-Holstein liegt nicht nur an zwei Meeren und besitzt viele Seen, sondern es gibt auch viele Flüsse. Ein wasserreiches Bundesland also! 163 Flüsse und Bäche hat man gezählt.

Die Eider

Als längster Fluss in Schleswig-Holstein zählt mit 188 Kilometern Länge die Eider. Allerdings fließt sie seit dem Bau des Nord-Ostsee-Kanals ein Stück weit mit diesem Kanal zusammen. Daher wird ihre offizielle Länge nur noch mir 108 Kilometern angegeben.

Wo verläuft die Eider nun? Sie entspringt als sogenannte Drögen Eider rund 20 Kilometer südlich von Kiel. Sie windet sich dann bis zum Bothkamper See, aus dem sie südwestlich als Eider weiterfließt. Von dort geht es zunächst nach Süden, dann wendet sie sich aber wieder nach Norden, kommt durch den Schulensee und ist hier nah bei Kiel und somit der Ostsee. Allerdings fließt die Eider dann wieder nach Westen, in den Westensee hinein und aus diesem im Norden wieder hinaus. Über den Achterwehrer Schifffahrtskanal wird sie nun in den Nord-Ostsee-Kanal geleitet.

So geht es bis Rendsburg. Das Teilstück vor Rendsburg führt durch mehrere Seen. Die Eider wird hier Obereider genannt. Ab Rendsburg fließt sie wieder als eigenständiger Fluss weiter. Sie schlängelt sich nun durch das Land, erreicht Friedrichstadt und schließlich Tönning. Hier erweitert sie sich zu einem breiten Mündungstrichter, der sie schließlich in die Nordsee führt. Nördlich des Mündungstrichters liegt die Halbinsel Eiderstedt. An der Mündung in die Nordsee liegt das Eidersperrwerk, das die Küste vor Sturmfluten schützen soll. Es wurde zwischen 1967 und 1973 erbaut.

Die Eider war übrigens auch lange ein Grenzfluss. So bildete sie die Nordgrenze des Heiligen Römischen Reiches. Nördlich davon bildete sich das Herzogtum Schleswig, das lange zu Dänemark gehörte. Ab 1815 war die Eider die Nordgrenze des Deutschen Bundes. Mehr dazu unter Geschichte!

Die Trave

Je nach Sichtweise ist dann die Trave der längste oder eben zweitlängste Fluss von Schleswig-Holstein. Die Trave ist 124 Kilometer lang. Sie entspringt in Ostholstein und fließt dann in einem Bogen nach Südwesten, wo sie durch den Wardersee und Bad Segeberg fließt. Sie wendet sich nach Süden und kommt durch Bad Oldesloe, ehe sie sich wieder nach Osten wendet. Vor Lübeck zweigt der Elbe-Lübeck-Kanal ab. Bis hier nennt man den Abschnitt auch Obertrave. Der nächste Abschnitt ist die Kanaltrave. Im Süden der Lübecker Altstadt teilt sich das Gewässer auf: Im Osten wird die Altstadt von der Kanaltrave umrundet, im Westen fließt die Stadttrave parallel zum Stadtgraben. Ab dem Burgtor im Norden von Lübeck, wo alle wieder zusammenfließen, spricht man bis zur Mündung von Untertrave.

Im Verlauf der Untertrave erweitert sich die Trave seenartig bis zur großen Ausweitung Pötenitzer Wiek und deren Bucht des Dassower Sees. Am östlichen Rand des Sees verläuft die Grenze zu Mecklenburg-Vorpommern. Nur rund 30 Kilometer südöstlich ihrer Quelle mündet die Trave schließlich in die Ostsee. Dort liegt im Westen Travemünde, im Osten der Priwall.

Die Treene

Die Treene ist ein 95 Kilometer langer Nebenfluss der Eider. Sie entspringt 15 Kilometer südlich von Flensburg im Treßsee. Sie fließt vor allem in südwestlicher Richtung und mündet in Friedrichstadt in die Eider.

Die Stör

87 Kilometer ist die Stör lang. Sie ist ein Nebenfluss der Elbe. Sie entspringt südöstlich von Neumünster, fließt dann durch Neumünster und weiter nach Westen, ehe sie nach Süden abbiegt. Vor Itzehoe verbreitert sie sich und fließt schließlich zwischen Brokdorf und Glückstadt in die Elbe. Zwei Kilometer vor der Mündung schützt das Störsperrwerk das Hinterland vor Sturmfluten.

Die Schwentine

Die Schwentine ist Fluss Nummer 5. Sie ist 68 Kilometer lang und entspringt am Bungsberg. Sie fließt durch die Holsteinische Schweiz und kommt auf ihrem Weg durch zahlreiche Seen. Dazu gehören Großer Eutiner See, Kellersee, Dieksee und Großer Plöner See. Die Schwentine mündet im Osten in die Kieler Förde. Zuvor kommt sie noch durch Schwentinetal, einer erst 2008 gegründeten Stadt, die durch die Zusammenlegung der Gemeinden Raisdorf und Klausdorf entstand.

Quelle: https://www.kinderweltreise.de/kontinente/europa/deutschland/bundeslaender/schleswig-holstein/bundesland-landschaften/seen-in-schleswig-holstein/

Auf dieser Karte sind die beiden wichtigen Kanäle von Schlewig-Holstein gut zu sehen.

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